Georg Melches Stadion

Stadion

1939 - Einweihung des Stadions
Der Sportplatz an der Hafenstraße wurde mehr und mehr zu einem Magnet für die Massen. Bald schon konnte der Platz diesen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden und es musste nun ernsthaft über eine Vergrößerung nachgedacht werden, was aber einige Schwierigkeiten mit sich brachte. Der Erfindungsgeist von Georg Melches löste aber auch
dieses Problem. Die schwierige Lage zwischen einer Gaststätte und einer Schule zwang die Vereinsführung zu einer Ausführung mit einer kleinen Holztribüne für 1.428 Zuschauer und Stehplatzrängen für 25.000 Zuschauer. Pünktlich zum vorgesehenen Einweihungsspiel gegen den FC Schalke 04 am 13. August 1939 (ojeh, was waren das wohl für Fahnen? 1939! D.M.) erstrahlte der Platz im Flaggenschmuck. Fast 30.000 Zuschauer erfreuten sich an der neuen Platzanlage und klatschten begeistert Beifall.
1945 - Wiederaufbau des Stadions
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war die Bilanz für Rot-Weiss Essen sehr betrüblich. Die gesamte Stadionanlage war fast völlig zerstört und der Schaden immens groß.
Während andere Vereine unmittelbar nach dem Krieg den Spielbetrieb wieder aufnehmen
konnten, standen die sich langsam wieder einfindenden Rot-Weissen vor riesigen
Bombentrichtern, aus denen erst nach und nach wieder die Umrisse eines Fußballplatzes
auftauchten.
Mit Schippe und Hacke bewaffnet, begannen die freiwilligen Helfer nun ihr Aufräumwerk.
Ernst Ruhkamp, später Ehrenpräsident des Vereins, stellte sich täglich zur Verfügung, beaufsichtigte und teilte Aufräumungsarbeiten ein.
„Männer aller Berufe standen einträchtig nebeneinander und schufteten Abend für Abend. Wenn auch die Hauptarbeit von Handarbeitern, meist Bergleute, geleistet wurde, so war es doch rührend anzusehen, wie Leute, die nie mit Schaufel oder Spaten gearbeitet hatten, sich abmühten, es den anderen gleichzutun ", so Ernst Ruhkamp.
1956-Einweihung der Flutlichtanlage
Am 08.08.1956 bescherte Rot-Weiss Essen den aus nah und fern angereisten Fußballfreunden einen besonderen Leckerbissen.
Die erste Flutlichtanlage Deutschlands wurde mit dem 100. internationalen Spiel nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem 4:0 Sieg gegen Racing Straßburg eingeweiht.
„Dem Flutlichtfußball gehört die Zukunft", schrieb man damals in den Tageszeitungen. Heute gehört es zur Tagesordnung Fußballspiele am Abend bei Flutlicht auszutragen. Aber seinen besonderen Reiz hat es bis heute nicht verloren.
1964-Umbenennung des Stadions
Am 5. August 1964, ein Jahr nach dem Tod des unermüdlichen Motors von Rot-Weiss Essen, wurde wurde dem Stadio sein Name verliehen. Die Rede ist von Georg Melches.
25.000 Zuschauer, darunter viel Prominenz und als Festredner Innenminister Willy Weyer, Bundesliga-Boss Franz Kremer und Essens damaliger Oberbürgermeister und heutiges Ehrenmitglied, Wilhelm Nieswandt, waren an diesem Fußballfeiertag zugegen, der mit einem Freundschaftsspiel der RWE-Meistermannschaft von 1955 begann.
Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel gegen den Meister der ersten Bundesligasaison, dem 1. FC Köln, dem die Regionalligamannschaft der Rot-Weissen ein verdientes 2:2 abtrotzte.