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RWE - VfB Homberg 1:0! Wahnsinn

Posted by Andreas (andreas) on 15.08.2010 at 13:31
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RWE startet mit 1:0-Sieg - Traumtor von Thamm

RWE-Trainer Waldemar Wrobel

Rot-Weiss Essen hat in der NRW-Liga einen Saisonstart nach Maß hingelegt. Vor der Rekordkulisse von 6.250 begeisterten Zuschauern an der Hafenstraße setzte sich die Mannschaft von Trainer Waldemar Wrobel gegen den Aufsteiger VfB Homberg hochverdient 1:0 (0:0) durch und startete mit dem erhofften Heimsieg in die Spielzeit 2010/2011. Den umjubelten Siegtreffer erzielte Abwehr-Neuzugang Alexander Thamm mit einem spektakulären Fallrückzieher (89.).

 

„Zu großen Teilen war das in Ordnung, was wir den Zuschauern angeboten haben“, war Wrobel zufrieden. „Allerdings hätten wir schon früh höher führen müssen. Jetzt wollen wir die Euphorie in die nächsten Partien mitnehmen.“

 

VfB-Trainer Günter Abel war mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus einverstanden. „Vor der Begegnung wurde über die Höhe unserer Niederlage diskutiert. Wir haben uns mehr als teuer verkauft“, lobte Abel. „Es ist tragisch, dass uns so ein spätes Gegentor um einen Punktgewinn gebracht hat. Wir müssen daraus lernen. Die Niederlage wirft uns nicht um.“

Die phantastischen RWE-Fans sorgten gleich im ersten Saisonspiel für eine neue Bestmarke in der NRW-Liga. Den bisherigen Rekord hatten die Sportfreunde Siegen in der Vorsaison mit 2.441 Zuschauern beim 2:3 gegen den SV Schermbeck gehalten. Nach dem ersten Auftritt der neuen RWE-Mannschaft vor eigenem Publikum muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass der alte Rekord in dieser Saison noch sehr häufig übertroffen wird. Denn die jungen Rot-Weissen (Durchschnittsalter 21,04 Jahre) haben die Herzen ihrer Anhänger gleich im Sturm erobert.

RWE-Trainer Waldemar Wrobel hatte gegenüber dem 8:0 im Niederrheinpokal bei Rhenania Bottrop nur eine Änderung vorgenommen. Für den verletzten Tim Wiederhold (Teilabriss der Sehne und eines Bandes im Sprunggelenk) agierte Neuzugang Kevin Lehmann, der nach seiner Bänderverletzung rechtzeitig fit geworden war, auf der linken Abwehrseite. Neben Lehmann standen mit Vize-Kapitän Alexander Thamm und Torhüter Dennis Lamczyk zwei weitere Neuzugänge in der Startelf.

 

Die Partie begann auf Grund des großen Zuschauerandrangs mit elfminütiger Verspätung. RWE legte dann aber gleich los wie die Feuerwehr, nahm von Anfang an das Heft in die Hand und erarbeitete sich schon in der Anfangsphase eine Vielzahl guter Chancen. Nach einem klugen Zuspiel von Kapitän Timo Brauer tauchte Kerim Avci, der den Homberger Kasten zuvor schon mit einem Volleyschuss nur knapp verfehlt hatte, alleine vor Hombergs Torhüter Julien Jensen auf, kam aber nicht zum Abschluss (8.). Nur kurze Zeit später streifte ein Schuss von Lukas Lenz die Latte des VfB-Tores (9.). Einen mustergültigen Kopfball von Lenz konnte Julien Jansen mit einer Glanzparade zur Ecke lenken (17.). Von den Gästen aus Duisburg war lange Zeit nichts zu sehen. Eine ihrer wenigen Möglichkeiten hatte Angreifer Almir Sogolj, der erst den Ball nicht voll traf, nach der folgenden Flanke aber noch zum Kopfball kam (18.).

 

Auch in der Folgezeit beherrschten die Rot-Weissen die Partie, wenn auch nicht mehr ganz so eindeutig wie in der Anfangsviertelstunde. Der überragende VfB-Torhüter Jansen bewahrte seine Mannschaft mehrere Male vor einem Rückstand, unter anderem gegen Damir Ivancicevic und erneut Lukas Lenz. So blieb es zur Pause beim 0:0.

 

Nach der Pause brannten die Rot-Weissen schon in den ersten Minuten ein echtes Feuerwerk ab. Fast im Minutentakt erarbeiteten sie sich hochkarätige Tormöglichkeiten. Lukas Lenz und Kevin Lehmann scheiterten am glänzend aufgelegten Julien Jensen, ein Flugkopfball von Leon Enzmann strich ganz knapp über die Latte.

 

In der Schlussphase brachte Waldemar Wrobel mit Suat Tokat (73. für Damir Ivancicevic) und Sebastian Pilch (82. für Leon Enzmann) noch zwei frische Offensivspieler - und wurde kurz vor Schluss belohnt. Der Fallrückzieher von Alexander Thamm aus rund 14 Metern schlug unhaltbar für Jansen im langen Eck ein - und sorgte für einen schon lange nicht mehr erlebten Jubelsturm im Georg Melches-Stadion. Kurz danach war Schluss.

 

„Der Treffer von Alex war ein echtes Tor des Jahres“, lobte RWE-Kapitän Timo Brauer: „Wir waren drückend überlegen, der Sieg war hochverdient. Vor dieser Riesenkulisse zu spielen, war klasse. Jetzt werden uns bestimmt auch viele Fans nach Velbert begleiten.“

 

Rot-Weiss Essen: Lamczyk - Jasmund, Thamm, Wagner, Lehmann - Brauer, Ivancicevic (73. Tokat) - Lemke, Avci, Enzmann (82. Pilch) – Lenz (90.+1 Jensen)

 

VfB Homberg: Jansen – Steinke (16. Edu), Giorri (72. Walenciak), Kwiatkowski - Dragovic, Acar - Schiek , Bougjdi, Attris, Ünal (64. Sindi) - Sogolj

 

Tor: 1:0 Thamm (89.). - Schiedsrichter: Stegemann (Bonn). – Zuschauer: 6.250. - Gelbe Karte: Avci - Steinke, Ünal.

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