Aktuelles

RWE-MSV Duisburg II 2:1! Nun haben wir auch noch Glück

Posted by Andreas (andreas) on 23.09.2010 at 19:04
Aktuelles >>

RWE nach 2:1 gegen Duisburg II souverän an der Spitze

Trifft heute auf seinem Ex-Club: RWE-Abwehrspieler Kevin Lehmann

Rot-Weiss Essen bleibt in der Erfolgsspur. Auch die Zweitvertretung des MSV Duisburg konnte die Mannschaft von RWE-Trainer Waldemar Wrobel am 7. Spieltag nicht stoppen. Durch einen hart umkämpften 2:1 (1:0)-Erfolg festigte Rot-Weiss die Tabellenführung, hat nun drei Punkte Vorsprung auf Germania Windeck. Auch der künftige hauptamtliche RWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Welling feierte auf der Tribüne den vierten Heimsieg in Folge. Vor insgesamt 5.252 Zuschauern an der Hafenstraße sorgte RWE-Angreifer Lukas Lenz mit einem Kopfballtreffer bereits in der 4. Minute für die Essener Führung. Der eingewechselte Bünyamin Aksoy glich in der 78. Minute zwar für die „Zebras“ aus. Doch Leon Enzmann sorgte mit seinem dritten Saisontor (86.) für den Endstand.

„Die erste Viertelstunde hat mir sehr gut gefallen. Besonders gefreut hat mich, dass wir durch ein im Training einstudiertes Standardtor früh in Führung gegangen sind“, lobte Wrobel. „Im zweiten Durchgang haben wir nur noch zugeschaut, waren nicht mehr aktiv genug. Man konnte merken, dass meine Jungs ein wenig müde waren. Umso erstaunlicher, wie sich die Mannschaft nach dem verdienten Ausgleich zurückgemeldet hat“, meinte der RWE-Trainer. „Der MSV hat im zweiten Durchgang unsere Schwäche erkannt, hätte nach dem Spielverlauf einen Punkt sicher verdient gehabt. Besonders Athanasios Tsourakis haben wir überhaupt nicht in den Griff bekommen.“

MSV-Trainer Markus Reiter war bei seiner Rückkehr an die Hafenstraße enttäuscht. „Wir hatten mehr Ballbesitz und waren über weite Strecke die dominantere Mannschaft. Ich kann meinen Spielern kaum einen Vorwurf machen. Nur hätten wir häufiger den Abschluss suchen müssen. Unter dem Strich eine sehr unglückliche Niederlage“, so der ehemalige U 17-Trainer von RWE.

Waldemar Wrobel hatte seine Startformation gegenüber dem 1:0-Derbysieg beim ETB Schwarz-Weiß Essen nicht verändert. Die RWE-Fans mussten gerade einmal fünf Minuten warten, bis es im Kasten der Duisburger „klingelte“. Nach einem Freistoß von Suat Tokat war Torjäger Lukas Lenz zur Stelle, setzte sich im Strafraum durch und nickte aus kurzer Distanz ein.

Die Gäste von der Wedau zeigten sich wenig beeindruckt. In der 18. Minute hatte Sebastian Hirsch den Ausgleich auf dem Fuß. RWE-Torhüter Dennis Lamczyk musste schon Kopf und Kragen riskieren, um vor dem einschussbereiten „Zebra“ zur Ecke zu klären.

Keine zwei Minuten später kam Rot-Weiss erneut durch eine Standardsituation gefährlich vor das Tor der Duisburger. Ein Freistoß von Kerim Avci segelte an Freund und Feind vorbei in Richtung Tor. MSV-Schlussmann Marcel Lenz blieb jedoch wachsam, konnte gerade noch zur Ecke klären. Danach erspielte sich RWE gleich mehrere Tormöglichkeiten, die ungenutzt blieben. So hatte Holger Lemke nach knapp einer halben Stunde die größte Möglichkeit, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Doch sein Schuss landete weit über dem Tor.

Der MSV blieb vor großer Kulisse „cool“, setzte immer wieder „Nadelstiche“. Angetrieben von ihrem Regisseur Harun Celebi kam das gefährliche Sturm-Duo Sebastian Hirsch und Athanasios Tsourakis immer wieder in Strafraumnähe. Kurz vor der Halbzeit musste Dennis Lamczyk erneut sein ganzes Können in die Waagschale werfen, als er einen gefährlichen Lupfer von Sebastian Hirsch entschärfte.

Im zweiten Durchgang übernahm Duisburg zunächst komplett das Kommando. Doch die Reiter-Truppe schaffte es meist nicht, entscheidend in Strafraumnähe zu kommen. Dennoch spürten die Zuschauer, dass die spielerische Überlegenheit der Essener aus dem ersten Durchgang dahin war.

Es kam, wie es kommen musste. Der eingewechselte Aksoy nutzte eine Unachtsamkeit in der RWE-Abwehr eiskalt aus - 1:1!

Vom Ausgleich zeigte sich RWE keineswegs geschockt. Die Wrobel-Elf drehte nun wieder auf, wollte den vierten Heimsieg unter Dach und Fach bringen. Nach einer sehenswerten Flanke erlöste RWE-Angreifer Leon Enzmann (86.) mit seinem 2:1-Siegtreffer die Zuschauer und verwandelte die Hafenstraße in ein „Freudenhaus“.

„Das war ein ganz hartes Stück Arbeit und wir alle sind froh, dass wir das Ding noch nach Hause gebracht haben“, war Lukas Lenz nach dem Spiel überglücklich. „Die Truppe hat Moral bewiesen. Wir hatten das Glück auf unserer Seite“, legte Lenz nach.

Für den ehemaligen Duisburger Kevin Lehmann war der Sieg etwas ganz Besonderes. „Ich habe mich lange auf dieses Spiel gefreut. Bei uns wurden die Beine schwer, aber wir wollten den Dreier mit aller Macht. Das war ein Sieg des Willens. Jetzt heißt es, die Akkus aufzuladen und am kommenden Sonntag beim VfB Hüls nachzulegen“, gab der 21-Jährige die Marschrichtung vor.

Rot-Weiss Essen: Lamczyk – Dutschke (76. Jasmund), Thamm, Wagner, Lehmann - Brauer, Avci (81. Pilch) - Lemke, Tokat (57. Vennemann), Enzmann - Lenz

Tore: 1:0 Lenz (4.), 1:1 Aksoy (78.)., 2:1 Enzmann (86.) - Schiedsrichter: Stefan Glasmacher (Alsdorf). - Zuschauer: 5.252.

Back