Stadionneubau

Stadionprojekt nach Auskunft des Stadtdirektors nicht gescheitert Hlsmann: Ball flach halten!

Posted by Andreas (andreas) on 20.11.2008 at 18:10
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Essen - Donnerstag, 20. November 2008

„Wir sollten jetzt den Ball mal schön flach halten!“ Mit diesen Worten kommentiert Stadtdirektor Christian Hülsmann Zeitungsmeldungen, wonach das Stadionprojekt geplatzt sein soll. Hintergrund der Meldung ist eine Aussage der Bezirksregierung im Rahmen der jährlichen Haushaltsverfügung. Danach sieht die Bezirksregierung die Reinvestition der möglichen Verkaufserlöse für den „Handelshof“ in das Stadionprojekt kritisch und kündigt an, dass sie diese Summe - im Gespräch sind rund 20 Millionen Euro - der Stadt bei der jährlich genehmigten Kreditrate abziehen würde. Die Reinvestition selbst kann die Bezirksregierung nicht beanstanden, da der „Handelshof“ zum Anlagevermögen der städtischen Tochtergesellschaft GVE gehört.

Hülsmann: „Diese Bedenken der Bezirksregierung sind uns seit längerem bekannt und wir stehen diesbezüglich auch im regelmäßigen Austausch. Auch die geplante Fördersumme für den Stadionneubau aus dem originären städt. Haushalt - 7,5 Millionen Euro - ist seinerzeit auch erst nach intensiven Gesprächen mit der Bezirksregierung abgestimmt worden. Wichtig ist jetzt, dass wir zunächst einmal - gemeinsam mit Rot-Weiss Essen - unsere Hausaufgaben machen und ein schlüssiges Gesamtkonzept präsentieren. In diese Richtung wollen wir in der nächsten Ratssitzung einen weiteren Schritt machen. Und ich bin sicher, dass wir am Ende auch die kommunalaufsichtsrechtliche Zustimmung erhalten werden.“

Schließlich, so der Stadtdirektor weiter, müsse beachtet werden, dass im Georg-Melches-Stadion auch ohne Neubau einiges passieren müsse. Die Haupttribüne sei marode und müsse in den nächsten Jahren ohnehin erneuert werden. Kostenpunkt: 10 bis 15 Millionen Euro. Wenn eine solche Investition nicht Teil eines Gesamtplanes werde, könne auch kein Engagement von privaten Sponsoren erwartet werden. Hülsmann: „Unterm Strich wird das Ganze dann unter Umständen deutlich unwirtschaftlicher.“ Die Stadt strebt nach Auskunft Hülsmanns mittlerweile beim Stadionprojekt einen Neubau in Bauabschnitten an, abhängig nicht zuletzt von der sportlichen Entwicklung des Vereins. Auch über diese Strategie sei man sich mit Rot-Weiss Essen einig und auch die Sponsoren würden diesen Weg mitgehen.

Der Stadtdirektor abschließend: „Mit dem Verkauf des ‚Handelshofes’ entsprechen wir im Übrigen einer grundsätzlichen Philosophie der Landesregierung in Bezug auf die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen. Danach gehört es nicht zu den Kernaufgaben einer Kommune, ein Hotel zu besitzen. Wenn man aber schon eine solche Philosophie verfolgt, dann muss man auch offen für sinnvolle Reinvestitionen sein. Und es wird keiner bestreiten können, dass eine Stadt wie Essen ein zeitgemäßes Stadion braucht. Und wenn man dann noch abschnittsweise vorgeht, zeigt das auch, dass wir mit Augenmaß an die Sache herangehen.“
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