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Westfalia Rhynern-RWE 2:2! Und wieder gepunktet

Posted by Andreas (andreas) on 05.09.2010 at 18:48
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Brauer-Doppelpack beim 2:2 in Ahlen gegen Rhynern

Dirk
Jasmund (mitte) setzt sich durch 

Rot-Weiss Essen blieb auch im vierten Saisonspiel in der NRW-Liga ungeschlagen. Vor 2.050 Zuschauern (darunter knapp 1.500 RWE-Fans) im Ahlener Wersestadion trennte sich die Mannschaft von RWE-Trainer Waldemar Wrobel 2:2 (1:1) vom Aufsteiger Westfalia Rhynern. Kapitän Timo Brauer (25./69.) hatte die Essener zweimal in Führung gebracht. Doch Nils Naßhan (27.) und Miguel Dotor-Ledo (70.) glichen für die Mannschaft von Ex-RWE-Spieler und -Trainer Michael Lusch jeweils aus. Durch das Remis haben die Rot-Weissen acht Punkte auf dem Konto und belegen den vierten Tabellenplatz.

„Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, befand Waldemar Wrobel in der anschließenden Pressekonferenz. „Wir haben in den ersten 15 Minuten sehr gut gespielt und sind verdient in Führung gegangen. Danach fehlten uns die spielerische Komponente und die Galligkeit. Daran müssen wir arbeiten“, fügte 40-Jährige hinzu. Sein Gegenüber Michael Lusch, von 1998 bis 2000 für RWE am Ball und später noch Trainer-Assistent von Harry Pleß und Jürgen Gelsdorf, meinte: „Es ist bitter, nach zwei Standardsituation zwei Gegentore zu bekommen. Nach dem Ausgleich haben wir noch gute Torchancen ausgelassen. Ich sehe uns auf einem guten Weg.“ Für Rhynern war es das dritte Remis im vierten Spiel.

RWE-Trainer Wrobel vertraute auf dieselbe Startaufstellung wie beim 3:0-Heimsieg gegen den SV Schermbeck. Für Damir Ivancicevic, der sich beim Test in Herten-Langenbochum (6:0) einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und mehrere Monate ausfallen wird, lief erneut Suat Tokat im defensiven Mittelfeld neben Timo Brauer auf.

Die Rot-Weissen, wie beim 2:2 in Velbert von zahlreichen und lautstarken RWE-Fans begleitet, setzten die Vorgaben von Waldemar Wrobel in der Anfangsphase sehr gut um. RWE machte von Anfang an viel Druck, kam aber zunächst nicht zum Tor-Erfolg. In der 25. Minute brach dann aber der Bann. Kapitän Timo Brauer brachte die Gäste mit einem sehenswerten Freistoß aus 18 Metern ins linke Eck in Führung - 1:0 (25.).

Doch die Antwort von Westfalia Rhynern ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Flanke von der linken Seite ließ Nils Naßhan RWE-Torhüter Dennis Lamczyk am langen Pfosten aus kurzer Distanz per Kopf keine Abwehrchance und erzielte nahezu postwendend den Ausgleich - 1:1 (27.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.

In der Halbzeit hatte Waldemar Wrobel offenbar die richtigen Worte gefunden und auch ein glückliches Händchen bewiesen. Der für Kerim Avci eingewechselte Sebastian Plich wurde nach einer guten Einzelaktion im Strafraum von den Beinen geholt und Schiedsrichter Marc Frömel (Ibbenbüren) entschied auf Elfmeter. Timo Brauer übernahm die Verantwortung und ließ Rhynerns Torhüter Dennis Wegner keine Chance, schob rechts unten ein - 1:2 (69.).

Doch erneut waren die Gastgeber im Gegenzug zur Stelle. Nach einer Ecke konnte die RWE-Abwehr den Ball nicht weit genug klären, so dass Miguel Dotor-Ledo den Ball aus rund 20 Metern mit einem Volleyschuss unhaltbar für Dennis Lamczyk zum 2:2 im Tor unterbrachte (70.). Lamczyk reagierte in der Schlussphase noch mehrmals glänzend und bewahrte seine Mannschaft damit vor der ersten Niederlage.

Doppeltorschütze Timo Brauer zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Es ist sehr ärgerlich, nach zweimaliger Führung nur einen Punkt zu holen. Ich hätte lieber kein Tor geschossen und wir hätten 1:0 gewonnen.“ Der 20-jährige Mittelfeldspieler blickte jedoch anschließend schon nach vorn: „Nun müssen wir den nächsten Dreier am Freitag gegen Bergisch Gladbach holen.“

Rot-Weiss Essen: Lamczyk - Jasmund, Thamm, Wagner, Lehmann - Brauer, Tokat (70. Vennemann) - Lemke, Avci (60. Pilch), Enzmann - Lenz (80. Huschka)

Tore: 0:1 Brauer (25.), 1:1 Naßhan (27.), 1:2 Brauer (69., Foulelfmeter), 2:2 Dotor-Ledo (70.). - Schiedsrichter: Frömel (Ibbenbüren). - Zuschauer: 2.050.

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